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AKTUELLE INFORMATION ZUR CORONA-IMPFUNG

                                                                 
 
Liebe Patientinnen, liebe Patienten,
nachfolgend beantworten wir wichtige Fragen und Antworten zu Corona und der nun zur Verfügung stehenden Coronaimpfung.
Die Informationen basieren auf einem Informations-/Aufklärungsbogen, welcher vom Deutschen Grünen Kreuz e.V., Marburg, in Kooperation mit dem Robert Koch-Institut, Berlin, erstellt wurde. Wir möchten Sie besser über die jetzt endlich bereitstehende Corona-Impfung zu informieren.
 
CORONA-IMPFUNG
Was ist Covid-19?
Coronaviren sind seit Jahrzehnten bekannt. Seit dem Jahreswechsel 2019/2020 zirkuliert weltweit ein neuartiges Coronavirus, das SARS-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2), welches der Erreger der Krankheit COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) ist.
Zu den häufigsten Krankheitszeichen von COVID-19 zählen trockener Husten, Fieber (>38 °C), Atemnot sowie ein vorübergehender Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes.
Auch ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Kopf- und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Schnupfen werden beschrieben. Seltener berichten Patienten über Magen-Darm-Beschwerden, Bindehautentzündung und Lymphknotenschwellungen.
Folgeschäden am Nerven- oder Herz-Kreislaufsystem sowie langanhaltende Krankheitsverläufe sind möglich.
Obwohl ein milder Verlauf der Krankheit häufig ist und die meisten Erkrankten vollständig genesen, sind schwere Verläufe mit Lungenentzündung, die über ein Lungenversagen zum Tod führen können, gefürchtet.
Neben dem Vermeiden einer Infektion durch Beachtung der AHA + A + L-Regeln:

  • Abstand halten
  • Hygiene beachten
  • Alltagsmaske tragen
  • Corona-Warn-App herunterladen
  • Regelmäßiges Lüften
…bietet die Impfung den bestmöglichen Schutz vor der Erkrankung.
 
Um welchen Impfstoff handelt es sich?
Der derzeit zur Verfügung stehende mRNA-COVID-19-Impfstoff (Comirnaty®) ist ein gentechnisch hergestellter Impfstoff, der auf einer neuartigen Technologie beruht. Weitere mRNA-Impfstoffe werden geprüft, sind aber derzeit noch nicht zugelassen.
mRNA (Boten-RNA oder messenger Ribonukleinsäure) ist die „Bauanleitung“ für jedes einzelne Eiweiß des Körpers und ist nicht mit der menschlichen Erbinformation – der DNA – zu verwechseln.
Im mRNA-Impfstoff gegen COVID-19 ist eine „Bauanleitung“ für einen einzigen Baustein des Virus (das sog. Spikeprotein) enthalten. Dieses Spikeprotein ist für sich alleine harmlos. Der Impfstoff ist somit nicht infektiös. Die im Impfstoff enthaltene mRNA wird nicht ins menschliche Erbgut eingebaut, sondern im Körper nach einigen Tagen abgebaut. Dann wird auch kein Viruseiweiß mehr hergestellt.
Die nach der Impfung vom eigenen Körper (in Muskelzellen an der Impfstelle und in bestimmten Abwehrzellen) gebildeten Spikeproteine werden vom Immunsystem als Fremdeiweiße erkannt. Dadurch werden spezifische Abwehrzellen aktiviert: es werden Antikörper gegen das Virus sowie Abwehrzellen gebildet. So entsteht eine schützende Immunantwort.
Für einen ausreichenden Impfschutz muss der Impfstoff zweimal im Abstand von 3 Wochen verabreicht werden. Dabei wird der Impfstoff in den Oberarmmuskel gespritzt.
 
Wie wirksam ist die Impfung?
Der ausreichende Impfschutz beginnt 7 Tage nach der 2. Impfung. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind etwa 95 von 100 geimpften Personen vor einer Erkrankung geschützt.
Wie lange dieser Schutz anhält, ist derzeit noch nicht bekannt. Da der Schutz nicht sofort nach der Impfung einsetzt und auch nicht bei allen geimpften Personen vorhanden ist und es derzeit noch nicht gesichert ist, ob man auch als Geimpfter das Virus weiterhin übertragen kann, ist es auch trotz Impfung notwendig, dass Sie sich und Ihre Umgebung schützen, indem Sie die AHA + A + L-Regeln weiterhin beachten.
Wer profitiert besonders von der Impfung?
Der COVID-19-mRNA-Impfstoff ist für Personen ab 16 Jahre zugelassen und mittelfristig ist das Ziel, allen Menschen über 16 Jahren eine Impfung gegen COVID-19 anbieten zu können.
Da zu Beginn jedoch nicht ausreichend Impfstoff für die Versorgung aller zur Verfügung steht, sollen vordringlich Personen geimpft werden,
  • die entweder ein besonders hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf von COVID-19 aufweisen (also z.B. ältere Personen),
  • die aufgrund ihrer Berufstätigkeit ein besonders hohes Risiko haben, sich mit SARS-CoV-2 anzustecken (z.B. medizinisches Personal)
  • die aufgrund ihrer Berufstätigkeit Kontakt zu besonders durch COVID-19 gefährdeten Personen haben (z.B. Pflegekräfte in Altes-/Pflegeheimen)
Dies ist die Einschätzung der STIKO (Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut) unter Berücksichtigung des gemeinsam mit dem Deutschen Ethikrat und der Leopoldina erstellten Positionspapiers.
Wer soll nicht geimpft werden?
  • Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, für die der Impfstoff aktuell nicht zugelassen ist
  • für Schwangere und stillende Frauen liegen noch nicht ausreichende Erfahrungen vor. Impfung in dieser Personengruppe derzeit nur nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung empfohlen
  • Personen die an einer akuten Krankheit mit Fieber über 38,5 °C leiden, sollen erst nach Genesung geimpft werden. Eine Erkältung oder gering erhöhte Temperatur (unter 38,5 °C) ist kein Grund, die Impfung zu verschieben.
  • Personen mit Überempfindlichkeit gegenüber einem Impfstoffbestandteil sollten nicht geimpft werden
  • à bitte teilen Sie der Impfärztin/dem Impfarzt vor der Impfung mit, wenn Sie Allergien haben!
  • Personen, bei denen in der Vergangenheit eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen wurde, müssen zunächst nicht geimpft werden.
Wie verhalte ich mich vor und nach der Impfung?
Wenn Sie nach einer früheren Impfung oder anderen Spritze ohnmächtig geworden sind oder zu Sofortallergien neigen, teilen Sie dies bitte der Impfärztin/ dem Impfarzt vor der Impfung mit. Dann kann sie/er Sie nach der Impfung gegebenenfalls länger beobachten.
Zu anderen Impfungen soll ein Abstand von mindestens 14 Tagen eingehalten werden.
Nach der Impfung müssen Sie sich nicht besonders schonen.
Bei Schmerzen oder Fieber nach der Impfung (siehe „Welche Impfreaktionen können nach der Impfung auftreten?“) können schmerzlindernde/fiebersenkende Medikamente (z.B. Paracetamol) eingenommen werden. Wir können Sie hierzu gerne beraten.
 
Welche Impfreaktionen können nach der Impfung auftreten?
Nach der Impfung mit dem mRNA-Impfstoff kann es als Ausdruck der Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff zu Lokal- und Allgemeinreaktionen kommen.
Diese Reaktionen treten meist innerhalb von 2 Tagen nach der Impfung auf und halten selten länger als 1 bis 2 Tage an.
Die am häufigsten berichteten Impfreaktionen waren:
Schmerzen an der Einstichstelle, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Frösteln, Gelenkschmerzen, Fieber, Schwellung der Einstichstelle. Gelegentlich traten Lymphknoten-schwellungen, Schlaflosigkeit, Schmerzen in Arm oder Bein, Unwohlsein und Juckreiz an der Einstichstelle auf
Die meisten Reaktionen sind bei älteren Personen etwas seltener als bei jüngeren Personen zu beobachten.
Die Impfreaktionen sind zumeist mild oder mäßig ausgeprägt und treten etwas häufiger nach der zweiten Impfung auf.
 
Sind Komplikationen möglich?
Impfkomplikationen sind über das normale Maß einer Impfreaktion hinausgehende Folgen der Impfung, die den Gesundheitszustand der geimpften Person deutlich belasten.
In den umfangreichen klinischen Prüfungen vor der Zulassung wurden nach Gabe des hier besprochenen Impfstoffes 4 Fälle (zwischen 0,1% und 0,01%) von akuter Gesichtslähmung beobachtet. Ob diese im ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung stehen, wird weiter untersucht.
Weitere schwerwiegende Komplikationen wurden in den klinischen Studien nicht beobachtet.
Seit Einführung der Impfung wurden in sehr seltenen Fällen Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Diese traten kurz nach der Impfung auf und mussten ärztlich behandelt werden. Grundsätzlich können – wie bei allen Impfstoffen – andere Komplikationen nicht ausgeschlossen werden.
Wenn nach einer Impfung Symptome auftreten, welche die oben gennannten schnell vorübergehenden Lokal- und Allgemeinreaktionen überschreiten, stehen wir als Ihr Hausarztteam selbstverständlich zur Beratung zur Verfügung.
Wie bekomme ich einen Impftermin?
Patienten werden nicht zu einer Impfung aufgefordert oder informiert!
Aktuell werden praktisch ausschließlich Patienten ab 80 Jahren und Bewohner/Be-schäftigte in den Pflegeheimen geimpft. Die Pflegeheime werden von mobilen Impf-teams angefahren. Die Impfteams fahren nur stationäre Einrichtungen an. Das bedeutet, dass Pflegebedürftige, die ambulant gepflegt werden, nur geimpft werden können, wenn sie in ein Impfzentrum kommen (können).
Personen, die gemäß der Coronavirus-Schutzverordnung des Bundes (https://www.bun-desgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen.html) impfberechtigt sind, können Termine über die 116117 telefonisch buchen oder im Internet über www.116117.de oder www.impfterminservice.de. Vor allem bei der 116117 bestehen derzeit lange Wartezeiten
 
 
 
Liebe Patientinnen, liebe Patienten,
wir hoffen wir konnten Ihnen mit diesen Informationen eine aktuelle Übersicht zum Thema Corona geben.
Wir – Ihr Hausärzteteam der Praxis Kollnau – empfehlen ganz klar jedem dafür geeigneten Patienten die Corona-Impfung und werden uns selbst, sobald es für uns möglich ist, impfen lassen.
In diesem Sinne – bleiben Sie gesund, halten Sie durch und nutzen Sie die Möglichkeit einer Impfung um sich selbst, Ihre Lieben und die Gesellschaft zu schützen.
 
 
Dres Schwab, Schmieder und Trummer
 
 
 

 

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